2022-19: Vollbrand Lagerhalle

Am 24.06.2022 wurde die Feuerwehr Mögglingen um 0:26 Uhr durch die Brandmeldeanlage der Deponie Ellert alarmiert.
Beim Eintreffen an der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass eine ca. 80x40 Meter große Lagerhalle für Gewerbemüll bereits in Vollbrand stand. Unmittelbar nach dem Eintreffen wurde das Alarmstichwort auf Brand 6 erhöht und weitere Kräfte aus den Wehren der VG Rosenstein nachalarmiert. Auf Grund der starken Winde herrschte in der Anfangsphase extremer Funkenflug. Als oberste Aufgabe galt es, ein Ausbreiten des Feuers auf angrenzende Gebäude und Einrichtungen zu verhindern. Der erste Löschangriff wurde über den Tank des HLF 20 und LF 16/12 sowie des TLF 4000 aus Heubach gefahren. So standen zu Beginn über 8.000 Liter Löschwasser zur Verfügung - was bei einem Brand dieser Größenordnung nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.
Gemäß Alarm- und Ausrückeordnung für dieses Objekt rückt nach dem HLF 20 der GW-T zum Aufbau der Löschwasserförderung aus den Weihern aus. So standen innerhalb kürzester Zeit zwei B- Leitungen für die konstante Löschwasserversorgung zur Verfügung, die kontinuierlich auf bis zu sieben B-Leitungen erhöht wurde, mit denen dann ca. 6000 Liter Wasser pro Minute zur Verfügung standen. Die Brandbekämpfung wurde mit mehreren Wasserwerfern, dem Wenderohr der Drehleiter und B- und C-Hohlstrahlrohren durchgeführt. In der Zwischenzeit begann es stark zu regnen, so dass zumindest die Gefahr der Ausbreitung durch Funkenflug reduziert werden konnte.
Auf Grund der riesigen Brandlast dauerte es einige Zeit, bis ein Erfolg erkennbar wurde. Erschwerend kam hinzu, dass große Teile des Blechdachs einstürzten und das Blech verhinderte, dass das Wasser zum Brandherd gelangte.


Durch die von der GOA in kürzester Zeit organisierten Baggerfahrer wurde versucht die Blechtafeln zu entfernen, was auf Grund der großen Wärmestrahlung nicht einfach war.
Auf Grund des großen Löschwasserbedarfs hatte dies auch Auswirkungen auf den Wasserstand in den Weihern, daher wurde zusätzlich Wasser aus der Leitung der NOW- Wasserversorgung entnommen.
Als gegen 6 Uhr die größten Flammen bekämpft waren, wurde mit dem Leerbaggern der Halle begonnen. Mit jeder Baggerschaufel bildeten sich neue Flammen, die kontinuierlich bekämpft werden mussten. Der freigelegte Müll wurde vor der Halle abgelegt und dort nochmals durchnässt, bevor er dann auf einer Freifläche zwischengelagert wurde. Auch hier wurde der Müll nochmals durchnässt.
Diese Maßnahmen wurden bis 15 Uhr aufrechterhalten.
Da zu diesem Zeitpunkt der Müll in der Halle bereits komplett umgeschichtet war und keine Glutnester mehr feststellbar waren, wurde entschieden die Wasserversorgung bis auf eine B-Leitung zurückzubauen und diese in Bereitschaft zu halten und lediglich das Durchnässen an der Abladestelle aufrecht zu halten. Diese Aufgabe wurde in wechselnden Schichten bis 21 Uhr aufrechterhalten, bis die Halle komplett leer war.

Im Einsatz waren alle Feuerwehren der VG Rosenstein mit folgenden Fahrzeugen:
GOA: TLF 24/50
Feuerwehr Mögglingen: MTW, HLF 20, GW-T, LF 16/12
Feuerwehr Heubach: ELW 1, TLF 4000, DLK 23/12, HLF 10
Feuerwehr Heuchlingen: MTW, LF 8, LF 10
Feuerwehr Bartholomä: MTW, HLF 10
Feuerwehr Lautern: LF 8/6, LF 8, SW 1000
Feuerwehr Böbingen: MTW
Kreisbrandmeister Ostalbkreis
DRK
Polizei

Auf Grund der starken Rauchentwicklung erfolgte die Warnung der Bevölkerung. Messungen der Feuerwehr Aalen ergaben keine nennenswerten Schadstoffe an den Messstellen.

Dieser Einsatz hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig und unerlässlich für den Einsatzerfolg eine gute Zusammenarbeit ist. Auch ist allen die Begehung durch die Führungskräfte der VG Rosenstein Anfang Juni zugutegekommen.

Einmal mehr konnten die Feuerwehren der VG Rosenstein unter Beweis stellen, dass sie zusammen bei einem solchen Großbrand funktionieren und eine Brandausbreitung erfolgreich verhindern konnten.
Dauer des Einsatzes: ca. 21h