`s Ständle

Was um Himmelswillen ist denn ein Ständle?
Wir haben mal genauer darüber nachgedacht und haben folgendes festgestellt: Im Hochdeutschen ist ein Ständle offensichtlich ein Ständchen. Wir haben Wikipedia danach gefragt und siehe da, es führt uns auf eine ganz andere Spur als ursprünglich gedacht.

Ein Ständchen ist ein kleines Lied oder Musikstück, mit dem der oder die Vortragende/n meist einem einzelnen Zuhörer aus besonderem Anlass -oft überraschend- eine Freude bereiten wollen. Weil an einem derart improvisierten Vortragsort keine Sitzgelegenheiten vorhanden sind, wird ein Ständchen zumeist im Stehen vorgetragen, woher sich der Name ableitet. Ja klar, man kann jemandem zu den unterschiedlichsten Anlässen ein Ständle bringen.

Und Wiktionary ergänzt mit dem Beispiel: „Jeden Samstag verkauft sie an einem kleinen Stand auf dem Wochenmarkt ihre selbstgemachte Marmelade“, und meint wohl einen Marktstand. Das kommt unserem „Ständle“ i.S. von Kiosk doch sehr nahe.

Aber wer kennt nicht auch noch den Begriff „Stendle“, mit dem der Schwabe ein Stündchen meint, sich aber mit dem „ü“ bekanntermaßen schwer tut. Gerne verwendet er diese Stendlesform z.B. in der Bitte „Oh, lass me doch no a Stendle schlofa“.

Und zu guter Letzt ist uns auch noch das gute alte Krautständle (Krautstand) eingefallen; ein großes Gefäß (Hafen) aus Steinzeug, in welchem Weißkraut eingelegt wird, das sich während seiner Gärzeit in Sauerkraut verwandelt.

Doch das Ständle, das wir meinen, soll während der Gartenschauzeit am Bahnhof stehen und soll Informations-, Kommunikations- und Verkaufsstand gleichzeitig sein. Wie sein historisches Vorbild.

Apropos: Wolltest Du Dich nicht noch zu einem Ständlesdienst anmelden? Wir freuen uns, von Dir zu hören!

 

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