Gedenkfeier „Licht und Lieder für den Frieden“ am Sonntag, den 17.11.2019

Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Mögglingerinnen, liebe Mögglinger,
vor fast genau achtzig Jahren hatte der Zweite Weltkrieg, der fast sechs Jahre andauern und so viele Menschenleben kosten sollte, der so viel Leid und Zerstörung über die Welt brachte, gerade begonnen.

Wenn man heute mit Jugendlichen oder Menschen mittleren Alters über das Thema Frieden und Krieg spricht, bemerkt man, dass für die allermeisten alles andere als der Frieden, in dem wir seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa leben dürfen, kaum vorstellbar ist. Krieg ist etwas, das sich in weit entfernten Regionen der Welt oder in den Nachrichten abspielt. Zwar weiß man, dass Krieg ein Übel ist aber was es bedeutet, die Auswirkungen eines Krieges am eigenen Leib zu spüren, davon hat man keine so rechte Vorstellung. Man fühlt eine diffuse Betroffenheit mit den leidenden Menschen und wechselt dann den Fernsehkanal.

Frieden aber ist ein hohes Gut, das keineswegs selbstverständlich ist, auch wenn man sich einen Krieg im Herzen Europas heute kaum noch vorstellen kann. Es ist wichtig, dass dies auch gerade die Jugend versteht und erkennt, dass man sich für den Frieden aktiv einsetzen muss. Das beginnt bereits im Alltag. Wie schnell eskaliert manche Situation und aus manchen Kleinigkeiten wird ein Streit, der noch andauert, wenn der eigentliche Grund längst vergessen ist.
 
Wie leicht ist es, Wut und Zorn freien Lauf zu lassen und wie schwer demgegenüber sich zu überwinden, zu verzeihen und sich für die Verständigung zwischen den Menschen einzusetzen. Wie einfach ist es, politischen Demagogen zu vertrauen in der Hoffnung, ein starker Mann werde die Probleme schon lösen und wie mühselig ist es dagegen, in demokratischen Institutionen und langwierigen Verhandlungen einen für alle Betroffenen gangbaren Weg zu suchen. Wie leicht ist es, sich auf sich selbst zurückzuziehen und einen nationalistischen Weg einzuschlagen und wie mühsam ist es, unter verschiedensten Ländern einen Kompromiss auszuhandeln. Aber es ist es Wert.
 
Dies ist die Botschaft, die von diesem Tag, dem Volkstrauertag, ausgehen soll, der uns stetig mahnt, wie gut wir es in den jetzigen für uns friedlichen Zeiten haben und wie anders das früher oftmals war. Ich möchte Sie daher alle ganz herzlich einladen, kommenden Sonntag ab 17.30 diesen Tag gemeinsam mit Schülern des Rosenstein-Gymnasiums Heubach, dem Musikverein Mögglingen, den Good Voices des Liederkranzes Mögglingen, Vertretern des Kirchengemeinderats der katholischen Kirche und der Jugendfeuerwehr Mögglingen zu begehen, denen ich allen für Ihre Mitwirkung bereits jetzt ganz herzlich danken möchte.
 
Ich würde mich freuen, wenn sich möglichst viele Mögglinger und Gäste an diesem Tag eine Dreiviertelstunde Zeit für den Frieden nehmen würden. Die örtlichen Vereine lade ich ein, mit ihren Fahnenabordnungen an der Gedenkfeier teilzunehmen. An den Zugängen zum Kirchplatz sammelt die Jugendfeuerwehr für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie den Volksbund mit einer Spende bedenken könnten.

Gerne können alle Besucher ein Licht im Glas mitbringen. Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung in der Katholischen Kirche statt.

 

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